Mittwoch, 16. Februar 2000
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Christchurch - Sydney - Ayers Rock
Heute morgen wurden wir um 5.00 Uhr geweckt und kurze 15 min später standen wir vorm Hotel zum Abholen bereit. Nachdem wir unsere 25NZ$ Fee bezahlt hatten, durften wir das Land Richtung Australien verlassen. Nach einem angenehmen vierstündigen Flug erreichten wir Sydney. Dort wurden wir drei Stunden später auch schon nach Ayers Rock weitergeflogen und landeten dort in der größten Mittagshitze, wie es sich für einen echten Touri auch gehört, mitten auf einem rotsandigem Flughafen. Naja, die Rollbahn war nicht zu erkennen, es stand nur ein kleines Häuschen dort, welches sich als Terminal entpuppte. Welch ein Wunder, unsere Koffer kamen sogar zeitgleich an...

Wir hatten von zuhause für den fünftägigen Aufenthalt einen Jeep gebucht, der sogar eine Klimaanlage besaß. Wir fuhren erst mal in unsere Bleibe, Pioneer Lodge und legten uns für eine Stunde in den Pool. Hm, dort fliegen aber komische Monsterwespen über unsere Köpfe hinweg... orange-schwarzgestreift, gute 5 cm groß und mit ewig langen Beinen, die noch weit hinter dem Körper hinausragen. Nach einer kleinen Stärkung, Kangoroo-Burger und Bush-Hopper, gingen wir los und kauften erst mal einen großen Wasservorrat im nahegelegenem Örtchen ein. Während eines kurzen Telefonats aus einer Telefonzelle betrachteten wir ein nettes Spinnenexemplar, gar nicht groß, so wie unsere Kreuzspinnen, ganz schwarz mit einem roten Kreuz auf dem Rücken. Schaut ganz nett aus, haben wir auch neben der Klimaanlage in unserem Zimmer... (Wie sich nachher rausstellen soll, handelte es sich um die Redback-Spider, für deren Gift es erst seit ein paar Jahren ein Gegenmittel gibt. Man kann nur hoffen, dass man es schnell greifbar hat, den diese Spinne ist leider tödlich).

Einwenig später beschlossen wir, uns den Uluru (Ayers Rock) aus nächster Nähe zu betrachten. Vorher besuchten wir die Touristinfo direkt am Ayers Rock und machten uns einwenig mit der Kultur der Ureinwohner vertraut. Im Anschluss fuhren wir um den Uluru herum und mussten feststellen, dass dieser gigantische Berg fast dreieckig ist. Es hatte wohl erst vor wenigen Tagen stark geregnet, die Straßen waren z.T. noch wegen Überflutung gesperrt. Für uns hatte das zumindest den Vorteil, dass es weniger nervende Fliegen gab. Die fanden nun genug Pfützen und mussten sich nicht in unseren Mund- und Augenwinkeln oder noch besser in der Nase nach Feuchtigkeit suchen. Und mit unserem 4WD sind wir auch nicht so empfindlich, was schlammige Straßen betrifft.

Gegen 22.30 Uhr, Stefan war gerade duschen und ich machte mich fürs Bett fertig (sprich, ich hatte nur noch ein T-Shirt an und sonst nichts mehr), klopfte es an unsere Tür. Naja, Stefan hat mal wieder den Schlüssel vergessen; nichts ahnend öffnete ich die Tür (in meinen kurzen T-Shirt...), aber es war kein Stefan, sondern eine Aboriginesfrau, die sehr aufdringlich um Hilfe bat. Nach intensiven Nachfragen, um welche Art Hilfe es denn ginge, kam ihr leicht angetrunkener Mann um die Ecke und wollte mir Geld geben, mit welchen ich ihm Alkohol kaufen sollte. Ich wimmelte sie freundlich ab, indem ich sie auf Stefan losließ. Diesen passten sie bei den Duschen ab, aber auch er blieb hart. Später erfuhren wir, dass es harte Geldstrafen gibt, wenn man für die Abos Alkohol kauft.





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