Samstag, 29. Januar 2000
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Rotorua-Scenicflight-Taupo-Huka Falls-Tongariro NP
Heute morgen sind wir schon um 8 Uhr aufgestanden, um um 9 Uhr unseren Flug mit Pascal, einer Schweizer Hobbypilotin, unseren Flug zu den White Islands anzutreten. Das Wetter war leicht diesig, aber nach eindeutigem Check aller Radar und Flugtowersachen konnte es beginnen. Es war eine recht kleine Maschine, für maximal drei Touris mit Pilotin.

Nach der Erklärung der Sicherheitsmaßnahmen setzten wir uns in die Maschine. Heike saß hinten mit der Kamera und ich, Stefan, machte vorne große Augen. Alle erhielten Kopfhörer, so können wir auch trotz des Fluglärms den Funkverkehr hören und besser noch, quatschen. Sanft hebt die kleine Maschine vom Grasplatz ab. Wir gewinnen rasch an Höhe und gleiten über Rotorua und die angrenzenden Seen hinweg, Richtung Meer und White Island. Leider hängen die Wolken so tiefer als angenommen und nach kurzer Zeit müssen wir zunächst die Islands und kurz danach alle weiteren Flugziele absagen und zum Flughafen zurückkehren. Pascal ist das furchtbar peinlich. Wir unterhalten uns später noch ausgiebig und verabreden uns für den Abend.

Ein wenig frustrierend fahren wir bis kurz vor Taupo, wo wir einen kurzen Abstecher zu den Huka Falls machen. Hier hat sich der Fluss metertief ins Gestein gefressen und ergießt sich dann 9m tief in ein breites Flussbett. Die Besonderheit scheint die unglaublich türkise Färbung des Wassers. Gigantische Massen des kristallklaren Nass zwängen sich wild durch die schmale Furt. Dann geht's weiter nach Taupo. Auch hier gibt es einen kleinen Flugplatz, aber auch hier teilt man uns mit, dass das Wetter frühestens am Dienstag besser wird.

Da es zunehmend schlechter wird, treten wir die Flucht nach vorne an: In Taupo wollen wir nicht bleiben, wir steuern daher gleich den Tongariro NP an, der mit seinen drei noch dampfenden Vulkanen sehenswert sein soll. Wir hatten uns für dort wenigstens eine längere Wanderung vorgenommen. Vorbei am großen Lake Taupo führt uns der Weg zunächst in ein Fischrestaurant, wo ich einen sehr guten Fisch esse und Heike diverses Fleisch vom heißen Stein bekommt, geht es dann weiter in den NP, den wir bei Dunkelheit und strömenden Regen erreichen. Die Landschaft hat zuletzt gespenstische Züge. Große Weiten mit niedrigen Büschen und Gestrüpp. Wie das Hotel in "Shining" erscheint plötzlich das "Grand Chatau" in der Nacht. Wir suchen uns beim benachbarten Campground einen Stellplatz und machen uns für die bisher kälteste Nacht bereit. In der Küche des Platzes sind überraschend viele Camper und auf dem Klo macht Heike erste Bekanntschaft mit einer Spinne der größeren Sorte. Die in der Küche hoffen scheinbar auf besseres Wetter, doch die ganze Nacht fällt der Regen durch die Bäume auf das Dach des Campers...

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