Donnerstag, 27. Januar 2000
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Port Waikato-Ortorohanga-Waitamo Caves-Te Kuiti-Rotorua
Wir lassen unsern Campground ohne große Bedenken zurück und begeben uns auf die heutige Megatour. Nach der Lichtung mit dem Kinderbuchweiden entdecken wir Pinguine. Tiger in Afrika? Die Pinguine entpupten sich jedoch nach näherer Begutachtung als ganz normale, sehr schöne Seevögel. Es geht über die 1 vorbei an Huntly und Hamilton (Burgerfrühstück bei KFC).

Nach vier Stunden treffen wir bei den Waitomo Caves ein. Zuvor besuchen wir in Otorotranga das Kiwi House, wo wir zwei echte, lebendige Kiwi-Vögel zu Gesicht bekommen. Diese Tiere sind überraschend groß. Bei der seltsamen Körperform ist es wohl göttlicher Wille, dass diese Tiere fast ausgestorben sind. Der angrenzende Tier- & Pflanzengarten wartet mit so exotischer Art auf uns, wir haben aber (mal wieder) große Eile und Vorfreude auf die Glühwürmchenhöhlen.

Punktgenau erscheinen wir am Treffpunkt zur Führung, wo uns schon ein routinierter Guide in Empfang nimmt. Wir hetzen ihr in die Dunkelheit hinterher. Wir lernen unter anderem, dass "stalagtides" von der Decke hängen, sie klammern sich "tight" an die Decke. Die "stalagmites" wachsen vom Boden, "they might reach" die Decke eines Tages. Nachdem wir genug Stalagmites und Tides gesehen hatten, nebenher auch noch die supergeniale Akustik der Höhle getestet hatten, wurden wir endlich per Boot durch die Glühwürmchenhöhlen geschippert. Es wird um absolute Ruhe gebeten, denn diese kleinen Tierchen reagieren auf Geräusche, und wenn's zu laut wird, dann geht das Licht einfach aus. Die vielen kleinen blauen Leuchtpunkte erinnern an nächtlich erleuchtete Städte, die man aus dem Flugzeug erspäht. Es ist absolut empfehlenswert, die Tour zu machen.

Anschließend gehen wir durch den Regenwald zurück zum Parkplatz. Gegen Abend gehen wir dann in ein, vom Guide empfohlenes österreichisches Restaurant zum Essen. Gezahlt wird hier übrigens immer am Counter, nie am Tisch. Später des Abends wird noch schnell nach e-Mail geschaut. Bunte blinkende Lichter weisen schon von außen auf eine Attraktion hin. Tatsächlich ist es eine dunkle Spelunke mit einem Duzend Spielautomaten und einer Hintertür. "Push" heißt es. Ist das die Losung? Oder "Ken sent me"? Egal, im Hinterkämmerchen dann eine lange Reihe von PCs und bei hellem Licht ein halbes Duzend Touris beim e-Mail lesen. Mails checken ist hier frei, wird aber auch genau genommen. Checken heißt: Einloggen, neue Mail eingetroffen, ausloggen. Alles andere, also auch das Lesen, kostet, geht aber. Typisch sind zw. 8NZ$ und 12NZ$ die Stunde. Die Anbindung ist aber in der Regel dürftig. Aber wir sind ja auch am Arsch der Welt.
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